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ten Alles in der Wohnung unter einander; fie ſtießen die Geräthe umher, unterſuchten die Schränke und war⸗ fen unſere Betten über den Haufen, daß die Matrazen hier und dort auf dem Fußboden herumlagen — um ſich zu verſichern, daß Niemand in unſern Betten verborgen ſei. Einer der Gendarmen öffnete das Fenſter, um auf das Dach zu ſehen, da er ohne Zweifel glaubte, der Flüchtige habe auf dieſer Seite entrinnen können. Dran⸗ ßen wehte ein eiſiger Nordoſt und dieſer traf nun das halbnackte Julchen, das im Schweiße gebadet war und deſſen Ahfall ſeinen Höhepunkt erreicht hatte. Da ver⸗ lor ich, ich geſtehe es, mein Freund, einen Augenblick den Kopf. Ich vergaß unſere Mutter, um mich mit meiner Tochter allein zu beſchäftigen. Ich hüllte fie in der Eile in einen Mantel und obgleich ſie um ſich ſchlug und ſich mit einer krampfhaften Gewalt ausreckte, gelang es mir doch, ihre Bewegungen zu bemeiſtern und ſie auf eine der Matrazen zu betten, welche die Soldaten beim Unterſuchen der Betten auf die Erde geworfen. Meine Verwirrung., mein Schrecken, hatten mich, wie ich Dir ſagte, armer Freund, unſere Mutter vergeſſen laſſen; das Geſchrei Alberts, der zu ihr geflohen war, rief mir dieſelbe wie⸗ der ins Gedächtniß zurück. Es war mir unmöglich, Julchen in dem beunruhigenden Zuſtande, in welchem es ſich befand, zu verlaſſen; ich nahm es auf meine Arme wie ein Kind aus der Wiege, ohne daß ich bis jetzt begriffen hätte, wie ich die Kraft gehabt, und ſprang in das Zimmer unſerer Mutter. — — —
Muth! mein Freund, Muth! wir haben ihn beide nöthig! — — — ich, um dieſen Brief fortzuſetzen, — — — Du, um ihn weiter zu leſen! — —
Beim Eintritt in das Zimmer unſerer Mutter ſah ich, daß das Bettgeſtelle umgeworfen war, und daß ſie ſelbſt, kaum in eine Decke gehüllt, am Boden auf einer Matraze ausgeſtreckt lag; ihre aufgelöſten weißen Haare verdeckten ihr Geſicht beinahe ganz; fie zitterte


