falls mit leiſer Stimme, — „ich — — die Pförtnerin des Hauſes; es handelt ſich um eine dringende Beſtellung.“
Ich öffne ohne Mißtrauen und befinde mich gegen⸗ über der Pförtnerin und einem Gendarmeriehauptmann, der von mehreren Soldaten begleitet iſt, die auf die Stufen der Treppe gereiht daſtehen. Einer derſelben trug eine Laterne. Sie Alle hatten ein ſo tiefes Schwei⸗ gen beobachtet, daß, wie ich Dir ſchon ſagte kein Ge⸗ räuſch bis zu mir gedrungen war; ich ſtieß einen Schrei der Ueberraſchung und des Schreckens aus: da legt der Hauptnlänn ſeine Hand auf meinen Mund, ergriff mich bei einem Arme und ſagte zu ſeinen Leuten:
— „Jezt geht ſchnell hinein, — — — ſucht Alles aus, — — — er kann nicht gewarnt worden ſein; — — — er kann nicht Zeit gehabt haben, zu entkommen!
Auf dieſen Befehl ihres Anführers ſtürzen fünf bis ſechs Gendarmen, die einen mit dem Säbel in der Hand, die andern mit der Piſtole in der Fauſt, in das Zim⸗ mer, wo unſere Kinder ſchliefen. — — Ich kann mir das Entſetzen derſelben und dasjenige Deiner Mutter denken, als ſie unſere Wohnung ſo von bewaffneten Sol⸗ daten überfallen ſahen, wie an jenem Tage, als ſie ka⸗ men, um Dich zu verhaften. Durch das Erſcheinen dieſer Männer, die bei ihr tauſend ſchmerzliche Erinnerungen erweckten, aus dem Schlafe aufgeweckt, mußte Deine
Mutter einer ſchrecklichen Gemüthsbewegung verfallen,
— — — wvelche für ſie vielleicht tödtlich ſein konnte! Mir ſchaudert vor den Folgen, die dieſes Ereigniß haben kann, und ich will hinter den Gendarmen herſtürzen; da hält mich der Offizier zurück und ſagt zu mir:
— Frau Morand, ich muß meine Befehle vollzie⸗ hen: Scipio David wird uns dießmal nicht entrinnen;
Er iſt hier verborgen — — — längnen Sie es nicht,
ich weiß es.“ — — — Man verfolgte alſo einen Deiner beſten Freunde und
man wähnte ihn hier verborgen; dieß war irrig; denn


