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ruhe erſparen, mein Freund; aber ich mußte Dir die Wahrheit ſagen und die Wahrheit iſt: daß man trotz Julchens ernſthaftem Unwohlſein Alles hoffen muß. Lebewohl, mein Freund; bald werde ich wieder von mir hören laſſen. Luiſe.“
N. S. „Sobald ich Nachricht über das Schickſal der Kinder des Herrn Sylvan Birnbaum habe, werde ich Dir ſchreiben.“ — — —
Und nun! werden Sie, meine Leſerin, die Sie dieſe Briefe einer Gattin und einer Mutter leſen, die Serzensangſt und die Unruhe eines Verbannten begreifen und fühlen können; eines Verbannten, der Sohn, Gatte und Vater iſt und der dort drüben — — — in Afrika, durch die Unermeßlichkeit des Meeres von ſeiner Familie getrennt, jene traurigen Nachrichten erhält, welche ihn in einer ſchrecklichen Unruhe über das Wohl ſeiner Mut⸗ ter, ſeiner Gattin und ſeiner Kinder laſſen? Wie manche Tage werden vergehen, ehe ein neuer Brief kommt, der ihn beruhigen, — — — oder ihm jede Hoffuung be⸗ rauben wird? Mit welch' ſchmerzlicher Ungeduld harrt auf dieſen Brief, den er zugleich fürchtet und ſo her⸗
eiſehnt! pů Und wenn er eines Tages folgenden Brief er⸗ ält! — — — —


