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Julchen blieb, das trotz ſeiner Schlafſucht faſt immer eine meiner Hände in den ſeinigen halten wollte.
Seit einer halben Stunde iſt nun jene Erſchlaffung einem wirklichen Schlafe gewichen; ich entzog meine Hand ſanft derjenigen Julchens und ſchickte mich an,
dieſen Brief zu endigen.
Dieß, mein Freund, iſt die Wahrheit; aber ich bitte, beunruhige Dich nicht über die Maßen; der Arzt ſagte wohl: die Sache iſt ernſt; aber er weiß noch nicht, ob ſie wirklich ernſtlich beunruhigend wird; die Hoffnung iſt uns alſo ohne alle Selbſttänſchung noch erlanbt⸗ Die Lebenskraft der Kinder ſolchen Alters iſt ſo mächtig, daß ſie oft beinahe ebenſo ſchnell wieder aufgerichtet ſind, als ſie niedergeworfen wurden. Erinnerſt Du Dich noch des Söhnchens unſeres braven Freundes Scipio David? Der Kleine war in Julchens Alter; man ver⸗ zweifelte an ſeinem Anfkommen und drei Tage ſpäter trat vollſtändige Geneſung ein. — —
Julchen iſt eben erwacht; es ruft mir — —
Hoffe das Beſte! Unſer liebes Kind iſt ruhiger; ſeine Haut iſt feucht und ſeine Kopfſchmerzen haben nach⸗ gelaſſen; es ſah von ſeinem Bette aus mein Schreibe⸗ pult und bat mich Dich zärtlich für es zu umarmen und Dich zu verſichern, — daß es ſich viel beſſer befinde und morgen ſicher das Bett verlaſſen könne.“
Albert verlangt von mir die Erlaubniß, Dir auch von ſich aus beſtätigen zu dürfen, daß es ſeiner Schwe⸗ ſter viel beſſer geht. Ich laſſe ihn ſchreiben.
„Gutes Väterchen, ängſtige Dich nicht; ich verſichere Dich, daß es Julchen beſſer geht und daß es morgen ficherlich aufſtehen wird — — ganz ſicherlich. — Ich küſſe dich von ganzem Herzen.
Albert.“
Arme, theure Geſchöpfe! Sie wollen Dir jede Un⸗


