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Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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Der Brigadier.

Ich ſage euch aber, daß daraus nichts wird, ihr werdet eure Mutter nicht wiederſehen. Das habt ihr von eurem Lügen!

Hanne zum Brigadier.

Schwatzt Ihr nur zu — meine Kinder werden ih⸗ ren Vater nicht verrathen — — aber Ihr ſeid ein recht ſchlechter Menſch! Gu dem Greiſe, der während der grau⸗ ſamen Scene wie vernichtet war.) Lebt wohl, guter, alter Vater! Ich laſſe Euch meine Kinder, wacht über ſie! — — Marie, hole mir meinen Mantel! — Weine doch nicht, mein Kind, ſei vernünftig! Du wirſt ja heute für Deine Brüder die Mutter ſein. — — Es liegt im Back⸗ trog noch ein halber Laib Brod und im Käſekorb ſind noch zwei Käſe. — — Sorge recht für den Großvater und gib Acht, daß Dominik nicht mit dem Feuer ſpielt. — Vergiß nicht Mittags und Abends die Kuh zu melken und die Hühner zu füttern, und halte Alles recht ſauber im Hauſe. (So leiſe, daß es nicht gehört werden kann:) Und wenn es dunkle Nacht geworden, ſo beſuche den Vater; ſage ihm aber nicht, daß man mich fortgeführt hat, er würde ſich umſonſt grämen; denn worgen früh werde ich zurückkommen — — Ganz laut: Vergiß auch nicht, Deinen Brüdern ſaubere Wäſche zu geben, heute iſt der Tag dazu, und am Abend kochſt Du wie gewöhn⸗ lich die Milchſuppe für den Großvater.

Marie heftig ſchluchzend.

Ja — — ja, Mama!

Hanne zu Vater Birnbaum.

Es ſind noch vier Fünffrankenſtücke da; Ihr wißt wo ſie ſind, wenn Ihr etwas nöthig habt. — — Lebt wohl, lieber Vater! (Sie küßt den Greis) Muth gefaßt! Wir werden uns bald wiederſehen. — Lebt wohl, meine

Johanne und Louiſe.