Druckschrift 
Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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hält ibm den Mund zu, indem ſie mit vor Schrecken zitternder Stimme aufſchreit:

— Sei ſtill! — — ol ſei ſtill! (varauf beruhigt ſie ihn.) Habe keine Furcht, habt keine Furcht, meine Kinder! Wenn man mich heute morgen fortführt, wird man mich heute Abend wieder freilaſſen!

Der Brigadier.

Zählt darauf!

Hanne zu ihren Kindern.

Glaubt ihm nicht, er will Euch ängſtigen! — —

Was ich Euch ſage, weiß ich gewiß! dieſen Abend werde ich wiederkommen.

Der Brigadier. O ja! freilich! — — — Ihr werdet ſehen. Hanne mit beißender Bitterkeit zum Brigadier.

Meine Kinder werden mir doch eher glauben als Euch, geht!! (Zu Peter, den ſie küßt.) Siehſt Du — er will Dir Angſt machen, damit Du Deinen armen Vater verräthſt, den ſie tödten wollen; mir aber werden ſie kein Leid thun — — ich ſtehe dafür — — ich ſtehe dafür. Du weißt, daß ich Dich nie hintergangen habe, nicht wahr? Heute Abend oder morgen werde ich wieder kommen. — Hörſt Du, ich weiß es gewiß. — Ihr müßt alſo nur einen Tag oder im ſchlimmſten Falle noch eine Nacht ohne mich zubringen; bleibt ihr denn an den Markttagen, wenn ich in die Stadt gehe, nicht auch den ganzen Tag ohne mich allein mit dem Groß⸗ vater?

Peter ſchluchzend. Ach Gott! Wenn Du aber gar nicht mehr kommſt — — gar nicht mehr? Marie beruhigter. Doch Bruder! die Mutter wird wiederkommen; ſie verſpricht es uns ja.