Druckschrift 
Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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Hanne frendig bewegt.

O, ich wußte wohl, daß Ihr mich nicht von ihm trennen würdet und auch nicht von ſeinen Geſchwiſtern! Der Brigadier.

In des Himmels Namen! Ihr begreift doch wohl, meine gute Fran, daß ich gar kein Jutereſſe habe, Euch wegzuführen. Darum laßt ſehen, geſteht mir ganz einfach, wo Sylvan iſt und die ganze Geſchichte hat ein Ende und ich laſſe Euch bei Euren Kindern. Ihr be⸗ hauptet, ſie zu lieben; gut, beweiſt es! thut, was ge⸗ ſchehen muß, wenn Ihr bei ihnen bleiben wollt — — — wenn nicht, ſo verhafte ich Euch.

Hanne, die ihre Verzweiflung verbirgt, mit Thränen in den Augen und mit ſchluchzender Stimme.

Mein Gott! was ſoll ich thun? — Ihr ſagt zu mir: Liefert Euren Mann aus, dann bleibt Ihr bei Euren Kindern und Alles iſt fertig. — — Ihr habt das gut ſagen; aber ich kann ihn nicht ausliefern, ich! ich kann es nicht! Und meine Kinder verlaſſen! ſoll mir dieß eher möglich ſein? (Mit herzzerreißendem Tone.) O Gott! wie könnt Ihr verlangen, daß man zwiſchen ſei⸗ nem Gatten und ſeinen Kindern wähle!

Der Brigadier, der. ſeine drohende Mieue wieder annimmt.

Dann wähle ich für Euch; denn das fangt mich endlich an zu langweilen. (Zu einem Gendarmen). Bringt die Handſchellen herbei und vorwärts — — auf den Weg! (Er nimmt Hanne beim Armet) Geht!

Peter, der außer ſich vor Schrecken vor dem Brigadier niederfällt und die Hände faltet.

Laßt uns unſere Mutter! ich will Euch ſagen, wo mein Vater iſt.

Hanne legt haſtig den kleinen Dominik auf das Bett nieder, eilt zu Peier, nimmt ihn auf die Arme und