Druckschrift 
Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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Hanne ſich vor Mattigkeit übermannt, niederſetzend. Das Blut ſeiner Wunden iſt geſtillt — — er leidet weniger. Ich habe am Boden der Mergelgrube für ihn ein Bett von Heidegras gemacht, das ich ausgeriſſen habe, und habe ihn darauf gelegt. Vater Birnbaum die Blicke zum Himmel erhebend. Er lebt — — — o Gott! er lebt! Hanne. Findet man ihn nun nicht auf, ſo ſind wir gerettet — — glücklich gerettet. Der Schlupfwinkel iſt gut.— — (Sie erhebt ſich mit Ungeſtüm und ſchaut verwirrt um ſich.) Vater! wo ſind meine Kinder? Iſt Marie zurück? — — Wo ſind meine Kinder? Peter und Marie ſich nähernd. Da ſind wir ja, Mutter! Hanne. Meine lieben Kinder! ich ſeh euch nicht. (Sie um⸗ armt dieſelben leidenſchaftlich.) Gott verzeihe mir, ich

glaube, mein Kopf iſt verwirrt. — — (Sie fährt mit beiden Händen an die Stirne) Rein, nein! Ruhe — — Muth — — ich habe ihn nöthig!

Der kleine Dominik, der plötzlich erwacht und zuſammenſchauernd, des Greiſes Armen entſpringt. Mütterchen, mich friert ſehr — — — und ich bin ſchläfrig. Hanne, ihn auf die Arme nehmend. Ich will Dich ſchlafen legen, mein Kind, komme — — Vater Birnbaum.

Er weinte, als er ſo allein im Bette war und rief nach ſeinen Geſchwiſtern; da nahm ich ihn auf den Schooß und wiegte ihn in den Schlaf.