34
Peter weint ebenfalls und faltet die Hände.
Weine nicht, Großvater, — — weine nicht!
Er wirft ſich dem Greiſe um den Hals. Der kleine Dominik, der ſchläft, bewegt ſich und ſchauert zuſammen, indem er murmelt: „Mich friert und ich bin ſchläfrig. — — Mama!“ Er macht noch einige Bewegungen und Vater Birnbaum ſchaukelt ihn wieder, bis er ruhig wird.
Marie athemlos herbeieilend.
Da iſt die Mutter! — —
Vater Birnbaum voller Angſt.
Und Dein Vater! — — Dein Vater!
Marie, den Schweiß von ihrem Geſichte trocknend.
Ich weiß nicht. Die Mutter hat mir geſagt, ich ſolle vor der Mergelgrube, in die wir den Vater brachten, Wache ſtehen und nicht auf ſie warten, wenn ſie heraus⸗ komme, ſondern recht weit vor ihr hergehen, um ihr zu ſagen, wenn ich Gendarmen ſehe. — — Ich habe aber keine geſehen.
Vater Birnbaum in herzzerreißendem Tone.
Hanne hat ihrem Kinde Nichts geſagt — — — Sylvan iſt in dieſer Höhle geſtorben!
Peter und Marie, ſich vor dem Greiſe auf die Kniee
werfend und weinend die Händchen zu ihm auſſtreckend.
Nein! — — — nicht wahr, Großvater, Papa iſt nicht todt?
In dieſem Augenblick tritt Hanne ein: ſie iſt ſehr bleich, der untere Theil ihres Kleides und ihre Schuhe ſind mit kreidigem Kothe bedeckt; die Unordnung in ihrer Kleidung zeugt von der vorgerückten Schwangerſchaft. Ihre ſchönen Züge drücken ein Gemiſch von tiefem Schmerz und feſter Entſchloſſenheit aus. Bei ihrem
Anblick ſteht Vater Birnbaum auf und ſchreit mit zit⸗
ternder Stimme: — Und Sylvan?


