Druckschrift 
Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

lichen Büchern, ſeinem Paſſe, wie er frei ſagte, das Land zu durchwandern.

An jenem Abend alſo wanderten Sylvan und ſein Freund Kleinhans gegen Mitternacht in tiefem Dunkel durch den Wald von Mareuil. Als ſie eben in einen großen, dunkeln Hochwald ſchritten, blieb Kleinhans ſtehen und ſagte zu Sylvan:

Ehe wir weiter gehen, frage ich Dich nochmals: Biſt Du feſt entſchloſſen?

Sylvan. Ja. Kleinhans. Die Sache iſt wichtig — — — Haſt Du über⸗ legt?

Sylvan. Ja — und mein Gewiſſen ſagt mir, daß ich wohl thue, mich unſern Brüdern anzuſchließen, ſtatt auf eigne

Fauſt zu handeln — — wenn das Unglück will, daß ge⸗ handelt werden muß. Kleinhans.

Freund, noch iſt es Zeit, zurückzukehren; Du haſt Weib und Kind und einen alten Vater, deren einzige Stütze Du biſt. — — Ich bin ledig und bringe nur mich in Gefahr.

Sylvan.

Kleinhans! eben weil ich Weib und Kinder und ei⸗ nen alten Vater habe, die von meiner Hände Arbeit le⸗ ben, will ich die Republik unterſtützen und vertheidigen — — ſie iſt das einzige Erbtheil, das wir unſern Söh⸗ nen hinterlaſſen können.

Kleinhans.

So komme. Die zwei Bauern ſetzten ihren Weg fort und dran⸗ gen immer tiefer in das Dickicht des Waldes. Der