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Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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innerung! — und Kleinhans rezitirte mir aus herzlicher Höflichkeit zuerſt einige Stellen meines „Republikaners vom Lande“ und des „Hirten von Kravan“*); darauf Bruchſtücke aus den Werken von Pierre Düpont und meinen ehrenwerthen Freunden und Kollegen Felix Pyat, Esquiros und Joigneaux, Schriftſtellern, die heute ver⸗ bannt ſind, damals aber hauptſächlich der Gunſt des Landvolks ſich erfreuten.

Ichwar beſtürzt, überraſcht; nicht allein über das glück⸗ liche Gedächtniß des Kleinhans, ſondern auch über ſeinen eben ſo ausdrucks⸗ als gefühlvollen Accent. Sein Vor⸗ trag war ſehr verſtändlichz die Begeiſterung, der Glaube, wenn man ſo ſagen darf, gaben ſeinen Worten An⸗ ziehungskraft; unwiderſtehliche Gewalt. Er trug mir unter Anderem den berühmten Toaſt auf die Bauern von meinem theuern Freunde Felix Pyat mit ſo beweg⸗ ter Stimme und ſo tiefgerührt vor, daß mir die Thrä⸗ nen in die Augen traten.

Jetzt, Bürger, nahm Kleinhans das Wort wieder, werden Sie begreifen, daß meine Büchlein vom Bisthum Tours nur mein Sicherheitspaß ſein ſollen; die Gendar⸗ men werden, ſo fein, ſo durchdringend ihre Augen auch ſein mögen, nicht ſehen können, was ich im Kopfe, im Herzen und auf der Zunge habe. Wenn ich dann ſo des Abends in einen Pachthof komme, werde ich mich an einer Ecke des Heerdes mitten unter die Pächterfami⸗

*) In den erſten Monaten des Jahres 1848, habe ich den „Republifaner vom Lande“ (Republicain des cam- pagnes) ein Gratis⸗Wochenblatt veröffentlicht; es ka⸗ men etwa 500 Exemplare ins Loiret⸗Departement und ich habe damit, wie mir verſichert wurde, einige Er⸗ folge erzielt. Meine ausgezeichneten Freunde von der Démocratie pacifque! hatten die Herausgabe des „Hirten von Kravan“ übernommen und ſie berechneten darauf gar nichts, als ihre Druckkoſten, um mich auf dieſe Weiſe in meiner Propaganda zu unterſtützen.

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