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Weinten ihre Kinder, ſo zankte und ſchlug Hanne dieſel⸗ ben nicht etwa, ſondern ſie brachte es durch einen Schwank dahin, daß ſie inmitten der Thränen lachen mußten. Ebenſo machte ſie es ihrem Manne und dem guten, al⸗ ten Großvater, der dadurch oft in Gefahr kam, ſeinen Pfeifenſtumel zwiſchen den Zähnen zu zerbrechen, worauf das ganze Häuschen, Klein und Groß, noch unbändiger lachte. An Reinlichkeit, die ſich im ganzen Hausweſen wie an der Wäſche ihres Mannes, der Kinder und des Großvaters zeigte, war Hanne nnübertrefflich. Nie ſah man, ſo ärmlich die Familie auch gekleidet war, ein Glied derſelben in Lumpen, und da Hanne auf das Verdeckte ſo viel ſah, als auf das Aeußere, ſo ſorgte ſie dafür, daß die geflickten Ueberkleider ſo oft als möglich reine Wäſche deckten, und um dieß zu erlangen, ſcheute ſie das Waſchen nie. Von einer Erziehung durch ſolche Eltern mußten die Kinder großen Nutzen ziehen. So waren auch die zwei ältern, Peter und Marie, gut und thätig, wie ihr Vater, und freundlich und munter wie ihre Mutter, und arbeiteten ſchon nach Kräften. Dominik, der jüngſte, war drei und ein halbes Jahr alt und der Benjamin des Hauſes; vor Allem aber war er der Lieb⸗ ling des alten Vater Birnbaum, der ſeinem Enkel ein Paar Holzſchuhe aus feinem Nußbaumholz geſchnitzelt hatte; denn der ehemalige Kohlenbrenner verſorgte durch ſeine Nachtarbeit beinahe die ganze Familie mit Schuh⸗ werk.
An einem kalten, regneriſchen Herbſtabende gegen Ende November 1851 war die Familie nach dem Abend⸗ eſſen um den Heerd verſammelt. Ihre Wohnung beſtand aus einem großen Gemach mit einem Kamine, in welchem das Bett Sylvans und ſeiner Fran ſtund, und einer Kammer daneben mit den Betten des Großvaters und der Kinder. In dem großen Gemache ſah man ein Ge⸗ ſtell mit Geſchirr, einen Schrank für Weißzeng, einen


