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Sylvan war einer der Erſten auf der Brandſtätte und rettete eine alte Frau mitten aus den Flammen; dabei verbrannte er aber ſeine Füße ſo gefährlich, daß er über vier Wochen das Bett hüten mußte und arbeitsunfähig war. Man kannte ihn übrigens als einen Mann von ſehr ſanftem Charakter, friedlichen und ordentlichen Sit⸗ ten und als beſcheidenen, einſichtigen und thätigen Ar⸗ beiter. Kein falſcher Stolz konnte ihn bewegen, in die Weinſchenke zu gehen; er hatte kein Geld zu Vergnü⸗ gungen auszugeben, und wollte weder auf Borg trinken, noch ſich von Andern bezahlen laſſen.
Sylvan war Republikaner, weil ihm ſein geſunder Sinn ſagte, daß in Frankreich die Republik die wahre Regierungsform ſei, weil ſie die Regierung für das Volk und durch das Volk wolle. Er fragte nicht, wie ſo viele Egoiſten und arme Verblendete: „Was hat uns die Republik Gutes gebracht?“ — Sylvan wußte, daß das Wickelkind groß werden muß, daß es väterlichen Schutzes bedarf, gebildet, entwickelt werden muß, um ein kräftiger Mann zu werden. Daher ſagte er: — „Laßt uns die Kindheit der Republik beſchützen; ſie wird uns Frieden, Ruhe und Brod im Alter geben, wenn wir ar⸗ beitſam und ehrlich gelebt haben. — — — Die Repu⸗ blik iſt das ſchönſte Erbtheil, das wir unſern Kindern hinterlaſſen können!“
Er liebte die Republik auch ſchon, weil ſie in der Verfaſſung ſeines Vaterlandes begründet war und weil dieſe Verfaſſung vom Volke ausging, deſſen freigewählte Vertreter das Geſetz gemacht hatten. Er war alſo Republikaner aus Ueberzeugung und von Rechtes und Geſetzes wegen.
Sylvan hatte, wie man ſo ſagt, in der Lotterie der Ehe ein gutes Lvos gezogen, als er Hanne Maſſon hei⸗ rathete. Er hätte auch ſchwerlich eine beſſere Haushälterin, ein Weib gefunden, das ſie an Gleichmuth, an Offen⸗ heit und vor Allem an Munterkeit übertroffen hätte.


