Johanne.
Sylvan Birnbaum war ein Taglöhner, der neben⸗ bei noch zwei viertel Morgen Land bebaute, das er in der Nähe ſeiner Wohnung gemiethet hatte. Es war dieſe ein einſam ſtehendes, ärmliches Häuschen, das nicht weit vom Saume des großen Waldes von Mareuil lag, der ſich in geringer Entfernung von Beaugench auf dem linken Loireufer nuterhalb Orleans ausbreitet.
Als Sylvan dem Vaterlande, ſeiner Bürgerpflicht zu genügen, ſein Blut zur Verfügung geſtellt und drei Jahre in Afrika gedient hatte, kehrte er in ſeine Heimath zurück und heirathete Johanna Maſſon, ein junges Mäd⸗ chen aus dem Dorfe St. Laurent⸗des⸗Eaux. Jetzt hatte er drei Kinder und bald ſollte ein viertes den kleinen Kreis vermehren. Der Vater Sylvans lebte noch. Er war lange Zeit Kohlenbrennex geweſen und hatte ganze Monate im Sommer und Winter im Walde in Erd⸗ oder Laubhütten zugebracht. Jetzt war er ein gebrech⸗ licher Greis, den die Schmerzen gelähmt hatten, daß er nur mit vieler Mühe und beinahe bis zur Erde gebengt gehen konnte. Aber Muth und Ausdauer verließen ihn nicht; ſo viel in ſeinen Kräften ſtand, half er ſeinem Sohn und ſeiner Schwiegertochter beim Anbau der zwei Viertel Landes, welche zum Lebensunterhalte der Fami⸗ lie viel beitrugen. Als Sylvan ſah, daß ſein Vater ar⸗ beitsunfähig geworden, ſagte er mit kindlicher Liebe zu ſeinem Vater: — „Kommt zu uns; Ihr habt mir das


