Teil eines Werkes 
8. Band (1843)
Entstehung
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umringen, war auf dem Schauplatze dieſes traurigen Ereigniſſes Niemand mehr anweſend als Rudolph, Marie und der im Blute ſchwimmende Chourineur.

Die beiden Diener des Fürſten hatten ihn an einen Baum gelehnt.

Alles war tauſendmal raſcher geſchehen, als es ſich erzählen läßt, und zwar einige Schritte von dem Wirthshauſe, aus welchem das Skelett mit ſeiner Geſellſchaft gekommen war.

Der Fürſt hielt, bleich und bewegt, ſeine halb ohnmächtige

Tochter umſchlungen, während die Poſtillone das Geſchirr ihrer Pferde wieder in Ordnung brachten. „Schnell!“ ſagte der Fürſt zu ſeinen Leuten, die ſich um den Chourineur bemühten; „traget den Unglücklichen in das Wirths⸗ haus. Und Du“ ſetzte er zu ſeinem Courier hinzu, „ſteige auf den Bock und fahre, was die Pferde laufen wollen, in mein Haus und hole den Doetor David; da er erſt um elf Uhr abreiſen ſollte, wird er noch zu finden ſein.“

Einige Minuten nachher fuhr der Wagen im Galopp davon. Die beiden Diener trugen den Chourineur in den niedrigen Saal, in welchem die Orgien gefeiert worden waren, und wo ſich noch einige Frauenzimmer befanden, die daran Theil genommen hatten. 3

„Armes Kind!“ ſagte Rudolph zu ſeiner Tochter, „ich will Dich in ein Zimmer dieſes Hauſes bringen, da magſt Du auf mich warten, denn ich kann den muthigen Mann, der mir noch einmal vas Leben gerettet hat, nicht blos meinen Leuten überlaſſen.“

„Ach, Vater, verlaſſen Sie mich nicht!“ ſprach Marie er⸗ ſchrocken, indem ſie den Arm Rudolphs ergriff; „laſſen Sie mich