Teil eines Werkes 
7. Band (1843)
Entstehung
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überträgt Jacob die Direction dieſer Bank auf Lebenszeit mit einem Gehalte von 4000 Franes. Iſt das nicht bewundernswürdig, Herr Abbé?“

„Es ſetzt mich nichts mehr in Erſtaunen, oder es hat mich vielmehr bisher nichts in Erſtaunen geſetzt,“ antwortete der Geiſt⸗ liche. „Die Frömmigkeit und Menſchenliebe unſerks würdigen Freundes mußten früher oder ſpäter ein ſolches Reſultat haben. — Sein ganzes Vermögen einer ſo ſchönen Anſtalt zu widmen, iſt wirklich bewunderungswürdig!“

„Ueber eine Million, Herr Abbé,“ ſagte Polidori, „über eine Million, die er ſich durch Sparſamkeit, Ordnung und Rechtſchaffen⸗ heit erworben hat! Und doch gab es erbärmliche Menſchen, welche

Jacob des Geizes beſchuldigen konnten! Wie, ſagten ſie, ſein No⸗ tariat bringt ihm jährlich 50 bis 60,000 Franes ein, und er verſagt ſich Alles?“

„Ich möchte dieſen Verleumdern antworten,“ fiel der Geiſt⸗ liche begeiſtert ein: „er hat funfzehn Jahre lang wie ein Armer gelebt, um eines Tages Arme auf glänzende Weiſe unterſtützen zu können.“

„So ſei Du nun auch wenigſtens ſtolz auf das, was Du thuſt, und freue Dich darüber,“ rief Polidori zu Jacob Ferrand gewendet aus, der mit ſtierem Blick und finſtern Mienen da ſaß und in tiefe Gedanken verſunken zu ſein ſchien.

„Ach,“ ſagte der Abbé traurig, „in dieſer Welt giebt es keinen Lohn für ſo S und große Tugenden; ſein Ehrgeiz ſtrebt nach Höherem —“

„Jacob,“ fiel Polidori ein, indem er den Notar leicht auf die Achſel klopfte, „lies nun den Aufſatz vollends vor.“

„