Teil eines Werkes 
7. Band (1843)
Entstehung
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rechtſchaffene Handwerker erſchöpft hinſchmachten, die ihr ſchlechtes Lager ihrer kranken Frau überlaſſen und mit ohnmächtiger Ver⸗ zweiflung ihre bleichen, hungrigen Kinder auf fauligem Stroh vor Froſt zittern laſſen müſſen.

Derſelbe Contraſt zeigt ſich zwiſchen dem Geſichte des Bewohners der beiden Orte.

Der arbeitſame Handwerker, der immer nur mit der Sorge für die Bedürfniſſe ſeiner Familie beſchäftigt iſt, die er kaum von einem Tage zum andern zu befriedigen vermag, da eine unſinnige Concurrenz ſein Verdienſt ſchmälert, wird verdrießlich und muthlos ſein; die Eſſenszeit ſchlägt für ihn nicht, und nur eine ſchläfrige Er⸗ mattung unterbricht ſeine übermäßige Arbeit. Erwacht er ſodann aus dieſem ſchmerzlichen Schlummer, ſo ſteht er denſelben nieder⸗ drückenden Gedanken über die Gegenwart, denſelben Beſorgniſſen übet die Zukunft gegenüber.

Der Gefangene dagegen, den das Laſter verhärtete, dem die Vergangenheit gleichgiltig iſt, der über das Leben, das er eben führt, ſich freut und für die Zukunft geſichert iſt (er kann ſich die⸗ ſelbe durch ein Vergehen oder ein Verbrechen ſichern), der ſeine Freiheit ohne Zweifel vermißt, aber in dem materiellen Wohlbefinden, das ihm gegeben, eine reichliche Entſchädigung beſitzt, der die Gewißheit hat, bei ſeiner Entlaſſung eine hübſche Summe Geld zu erhalten, die er durch eine bequeme und mäßige Arbeit verdiente, der je nach dem Grade ſeiner Rohheit und Verderbtheit von ſeinen Genoſſen geachtet, d. h. gefürchtet wird, wird faſt immer heiter und ſorglos ſein.

Waos fehlt ihm denn?

Findet er nicht in dem Gefängniſſe ein gutes Obdach, ein gutes