6
Dingen Geſellſchaft nach ſeiner Wahl, Geſellſchaft, die ihm⸗ wir wiederholen es, ihre Achtung nach der Größe ſien Schand⸗ thaten zumißt?
Ein verſtockter Verurtheilter kennt alſo weder Arnuth⸗ noch Hunger, noch Kälte. Was kümmert ihn der Abſcheu, den er ehr⸗ lichen Leuten einflößt?
Er ſieht ſie nicht, er kennt ſie nicht.
Seine Verbrechen bilden ſeinen Ruhm, ſeinen Einfluß, ſeine Stärke bei den Banditen, unter denen er von nun an ſein Leben verbringen wird.
Wie ſollte er die Schande fürchten?
Statt ernſter und wohlgemeinter Ermahnungen, die ihn nöthigen könnten, über ſein früheres Leben zu erröthen und daſſelbe zu bereuen, hört er rohen Beifall, der ihn zu Diebſtahl und Mord ermuthigt.
Kaum hat er das Gefüngniß betreten, ſo finnt er ilpr neue Verbrechen nach.
Und kann es etwas Folgerichtigeres geben?
Wird er entdeckt, von neuem verhaftet, ſo findet er die ue das materielle Wohlſein des Gefängniſſes wieder und ſeine luſtigen, kühnen Genoſſen des Verbrechens und der Ausſchweifung.
Iſt er weniger verdorben als die andern, äußert er die geringſte Reue, ſo ſetzt er ſich grauſamer be teufliſchem ſchrecklichen Drohungen aus.
*) Hohen Verdienſt, wenn man bedenkt, daß der Sträfling, der Alles erhält, was er braucht, täglich 5 bis 10 Sous verdienen kann. Wie viele Arbeitsleute können eine ſolche Summe erſparen?
Bett, gute Koſt, hohen Verdienſt *), leichte Arbeit und vor allen
—


