Teil eines Werkes 
6. Band (1843)
Entstehung
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thüre geöffnet wurde, gelangte auf die Straße hinaus und ſprang in einen Wagen, der, ſeit Cerily bei dem Notar war, auf Befehl des Barons von Graun für jeden Fall zwanzig Schritte von dem Hauſe des Notars wartete.

Der Wagen fuhr raſch davon und erreichte die Boulevards, bevor Ferrand die Flucht Cecilys bemerkt hatte.

Kehren wir zu dieſem Unmenſchen zurück.

Durch die kleine Oeffnung der Thür hindurch konnte er das Fenſter nicht ſehen, durch das die Creolin entfloh.

Mit einer gewaltigen Anſtrengung ſeiner breiten Schultern zerſprengte Ferrand die Kette, welche die Thür halb offen hielt.

Er ſtürzte in das Zimmer hinein, — fand aber Niemanden.

Der Knotenſtrick ſchwang noch an dem Fenſter hin und her.

Da ſah er, an der andern Seite des Hofes, in dem Mond⸗ lichte, das durch die zerriſſenen Wolken fiel, das Thor offen ſtehen.

Er errieth Alles, aber noch blieb ihm ein ſchwacher Hoff⸗ nungsſchimmer.

Kräftig und entſchloſſen, wie er war, trat er in das Fenſter, ließ ſich an dem Stricke ebenfalls in den Hof hinunter und eilte aus dem Hauſe hinaus.

Die Straße war ſtill und öde.

Er ſah Niemanden und hoörte nichts als das ferne Rollen des Wagens, welcher die Creolin forttrug.

Der Notar glaubte, es ſei dies irgend eine verſpätete Car⸗ roſſe und achtete nicht darauf.

Es blieb ihm alſo keine Ausſicht, Cecily wiederzufinden, welche die Beweiſe ſeiner Verbrechen mit ſich genommen hatte!

Bei dieſer entſetzlichen Gewißheit ſank er wie niedergeſchmet⸗ tert auf einen Prellſtein an ſeiner Thür..

Lange ſaß er da, ſtumm, unbeweglich, wie verſteinert, mit ſtieren Augen, mit feſt aufeinander gedrückten Zähnen, mit Schaum vor dem Munde, zerkratzte mit den Nägeln ſeine Bruſt und glaubte, in einen bodenloſen Abgrund zu verſinken.

Als er ſich wieder aufräffte, ging er mit ſchweren, unſichern Tritten umher; die Gegenſtände wankten vor ſeinen Augen, als wenn er betrunken wäre.

Dann warf er die Thüre ſeines Hauſes heftig zu und trat wieder in den Hof.

Der Regen hatte aufgehört.

Der Wind, der noch immer wehte, jagte ſchwere graue Wol⸗