Teil eines Werkes 
6. Band (1843)
Entstehung
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ken vor ſich her, welche das Mondenlicht verſchleierten, ohne es ganz zu verdunkeln.

Nachdem die kalte friſche Luft ihn etwas beruhigt hatte, ging Ferrand, in der Hyffnung, ſeine Aufregung vollends zu beſänfti⸗ gen, mit ſchnellen Schritten in den ſchmutzigen Gängen ſeines Gartens hin, während er von Zeit zu Zeit die beiden geballten Fäuſte auf die Stirn drückte.

So ſchritt er auf Geradewohl fort und gelangte an das Ende eines Ganges bei einem verfallenden Gewächshauſe.

Mit einem Male ſtieß er an einen Haufen friſch umgegrabe⸗ ner Erde. —

Er bückte ſich, ſah mechaniſch hin und erblickte blutige

Leinwand.

Er befand ſich neben dem Grabe, das Louiſe Morel gegra⸗ ben hatte, um ihr todtes Kind da zu verbergen, ihr Kind, das auch das Kind Ferrands war. .

Trotz ſeiner Verſtocktheit, trotz ſeiner entſetzlichen Angſt, die ihn ruhelos umhertrieb, ſchauderte Ferrand vor Entſetzen.

Das Schickſal ſelbſt ſchien ihn in dieſem Augenblick gerade hierher geführt zu haben.

Verfolgt durch die rächende Strafe der Lüſternheit, brachte . ihn der Zufall an das Grab ſeines Kindes — der unglücklichen

Frucht ſeiner Gewaltthat und ſeiner Lüſternheit.

Unter allen andern Umſtänden würde Jacob Ferrand gleich⸗ giltig über dieſes Grab hinweggeſchritten ſein, da er aber ſeine Energie in der Scene erſchöpft hatte, die wir eben erzählt haben,

übermannte ihn plötzlich Schwäche und Entſetzen.

Eiskalter Schweiß trat auf ſeine Stirn, ſeine Kniee zitterten und brachen unter ihm zuſammen, und ſo ſank er bewegungslos neben dieſem offenen Grabe nieder. 5

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