Teil eines Werkes 
6. Band (1843)
Entstehung
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Recht, ich wurde dieſe triumphirende Freude nicht haben, wenn ich jung und ſchön wäre. — Den Schlüſſel! — Wirf mir den Schlüſ⸗ ſel zu! — Ziehe den Riegel zurück!“

Die Creolin zog den Schlüſſel aus dem Schloſſe und reichte ihn dem Notar, indem ſie voli Liebe ſprach:

„Jacob — ich bin außer mir.“

„Endlich biſt Du mein!“ rief er in wildem Jubel aus, indem er das Schloß zu öffnen verſuchte.

Aber die Thüre war noch verriegelt und ließ ſich nicht offnen.

„Komm, mein iger komm!“ ſprach Cecily mit ſchmachtender Stimme.

„Den Riegel! — den Riegel!“ rief Jacob Ferrand.

„Aber wenn Du mich hintergingeſt,“ warf die Creolin plötz⸗ lich ein, wenn Du dieſe Geheimniſſe erſonnen hätteſt —“ Der Notar ſtand einen Augenblick ſtaunend da; er glaubte ſich am Ziele ſeiner Wünſche, und dieſer letzte Aufenthalt trieb ſeine Ungeduld auf den äußerſten Gipfel.

Er griff raſch in den Buſen, riß die Weſte auf und eine ſtählerne Kette entzwei, an welcher ein kleines flaches Taſchenbuch hing, nahm dies, zeigte es der Cecily und ſagte, faſt athemlos, u ihr:

„Da — haſt Du, was mich um meinen Kopf bringen kann. — Zieh den Riegel zurck. — Das Taſchenbuch iſt Dein.“

„Gieb her, mein Tiger!“ ſprach Cecily.

Mit der einen Hand zog ſie hörbar den Riegel zurück, mit der andern nahm ſie das Taſchenbuch.

Jacob Ferrand überließ es ihr aber erſt, als er fühlte, daß die Thüre unter ſeinem Andrängen nachgab.

Wenn aber die Thüre nachgab, ſo öffnete ſie ſich doch nur etwa einen halben Fuß breit, da ſie in der Gegend des Schloſſes durch die Kette zugehalten wurde.

Bei dieſem unerwarteten Hinderniſſe warf ſich Ferrand mit verzweifelter Anſtrengung an die Thure.

Cecily nahm blitzſchneil das Taſchenbuch zwiſchen die Zähne, riß das Fenſter auf, warf einen Mantel in den Hyf hinunter und ließ ſich, eben ſo gewandt wie kühn, an einem vorher an dem Fen⸗ ſter befeſtigten Kuvtenſtricke aus dem erſten Stocke in den Hof hinunter. Dann hullte ſie ſich raſch in den Mantel, eilte zu der Stube des Portiers, öffnete ſie, zog die Schnur, wodurch die Haus⸗

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