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den Kopf ſteigen. — Das Feuer im Kamin erlöſcht, — es wäre dunkel geworden, ich hätte nur noch an Deine Aufopferung ge⸗ dacht, und dann wäre dieſer Riegel, — aber nein, — Du willſt nicht. — Ach. Du weißt nicht, was Du verlierſt. — Gute Nacht, frommer Mann!“
„Cerily — höre mich, — bleibe, — ich habe es gefunden“
ſprach Ferrand nach einer kurzen Pauſe mit einer unmöglich zu
beſchreibenden Freude.
Den Elenden hatte der Schwindel ergriffen.
Ein Nebel verdunkelte ſeinen Verſtand; der ungeſtüme thieri⸗ ſche Trieb nahm ihm alle Klugheit, alle Vorſicht, und der Inſtinet der Selbſterhaltung wich von ihm.
„Nun, worin beſteht dieſer Beweis Deiner Liebe?“ ſagte die Creolin, die ſich dem Kamine genähert hatte, um ihren Doich zur Hand zu nehmen, und dann, von dem Lichte des Feuers beſchie⸗ nen, langſam wieder an die Thüre kam.
Ohne daß es der Notar bemerkte, überzeugte ſie ſich, daß die Kette innerhalb der Thüre gehörig eingehakt war.
„Höre mich an,“ ſagte Jacob Ferrand mit ſeiner rauhen Stimme, — „höre mich an; wenn ich meine Ehre, mein Vermö⸗ gen, mein Leben hier, ſogleich, in Deine Hand legte, würdeſt Du dann glauben, daß ich Dich liebe? Würde Dir dieſer Beweis von wahnſinniger Liebe genügen?“
„Deine Ehre, — Dein Vermögen, — Dein Leben? Ich verſtehe das nicht.“
„Wenn ich Dir ein Geheimniß mittheilte, das mich auf das Schaffot bringen kann, würdeſt Du dann mein ſein?“
„Du ein Verbrecher? Du ſpotteſt. — Und Deine Sitten⸗ ſtrenge?“
„Lüge —“
„Deine Rechtſchaffenheit?“
„Lüge —“
„Deine Frömmigkeit?“
„Lüge 3
„Du giltſt für einen Heiligen und wärſt ein Teufel? Du prahlſt. Nein, es giebt feinen Menſchen, der ſo geſchickt
ſchlau, ſo kalt energiſch, ſo glücklich kuhn wäre, um in dieſer
Weiſe das Vertrauen und die Achtung der Andern zu erſchleichen. Es wäre ein teufliſcher Hohn, eine entſetzliche Herausforderung der Geſellſchaft.“
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