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hüllten fernen Horizonte aus und ſagte zu Marien, die nachden⸗ kend neben ihm ging:
„Betrachten Sie, mein Kind, dieſe Unermeßlichkeit, deren Grenzen man nicht mehr ſieht; man hört nicht das geringſte Ge⸗ räuſch; es iſt mir, als gäbe uns die Stille und die Unendlichkeit faſt eine Vorſtellung von der Ewigkeit. — Ich ſage Ihnen dies, Marie, weil Sie für die Schönheiten der Schöpfung ſo empf fäng⸗ lich ſind. Oft hat mich die fromme Bewunderung ergriffen, die ſie Ihnen einflößen, da Sie ſo lange von denſelben getrennt wa⸗ ren. — Macht die impoſante Ruhe, die in dieſer Stunde herrſcht, nicht auch Eindruck auf Sie?“
Das Mädchen antwortete nicht.
Der Geiſtliche ſah ſie verwundert an; ſie weinte.
„Was iſt Ihnen, mein Kind?“
„Mein Vater, — ich bin recht unglicklich!“
„Unglücklich? Sie —, jetzt unglücklich?“
„Ich weiß, ich habe nicht das Recht, mich über mein Schick⸗ ſal zu beklagen, nach dem, was man für mich gethan hat, — und doch —“
„Und doch?“
„Ach, mein Vater, verzeihen Sie mir dieſen Gram; er be⸗ leidigt vielleicht meine Wohlthäter.“
„Wir haben Sie oft nach der Urſache der Traurigkeit ge⸗ fragt, Marie, die Sie bisweilen niederdrückt und die Ihrer zwei⸗ ten Mutter große Sorge macht. — Sie haben immer vermieden, uns eine Antwort darauf zu geben, und wir achteten Ihr Ge⸗ heimniß, wenn es uns auch betrübte, Ihre Schmerzen nicht lin⸗ dern zu können.“
„Ach, mein Vater, ich kann Ihnen nicht ſagen, was in mir


