XKLV.
Das Pfarrhaus.
ie letzten Strahlen der Sonne verglommen langſam hin⸗ ter der impoſanten Maſſe des Schloſſes von Ecouen und der Wäl⸗ der um daſſelbe her; auf allen Seiten breiteten ſich unabſehbare Ebenen mit braunen, durch den Froſt verhärteten Furchen aus, — eine weite Einöde, in welcher das Dorf Bvuqueval einer Oaſe glich.
Der vollkommen heitere Himmel färbte ſich in Weſten mit langen Purpurſtrahlen, dem ſichern Zeichen von Wind und Kälte. Dieſes anfangs lebhafte Roth wurde violett in dem Maße, wie das Dunkel die Oberhand gewann.
Die ſchmale dünne Sichel des Mondes, die der Hälfte eines
ſilbernen Ringes glich, begann inmitten von Blau und Dunkel
mild zu glänzen. Die Stille war vollkommen, die Stunde feierlich. Der Geiſtliche blieb auf dem Hügel einen Augenblick ſtehen, um ſich an dem Anblicke des ſchönen Abends zu weiden. Nachdem er ſich einige Angenblicke geſammelt hatte, ſtreckte er ſeine zitternde Hand nach dem von dem Abenddunkel halbver⸗ 1*


