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zwei ganz kleine Körner in die Erde ſtreut, wachſen auch große Aehren daraus.“
Dieſer ganz richtige und faſt pvetiſche Vergleich ſiel Rudolph auf. Wirklich, zwei Worte, freilich zwei gewaltige, ja überkräf⸗ tige Worte für die, welche ſie begreifen, hatten in dieſer energi⸗ ſchen Natur die guten, edeln Inſtinete plötzlich entwickelt, die im Keime darin lagen.
„Sehen Sie, gnädigſter Herr,“ fuhr der Chourineur fort, „ich habe Herrn Rudolph und einigermaßen auch Herrn Murph gerettet, das iſt wahr, aber ich kann Hunderte, Tauſende retten: die werden doch nicht wieder lebendig, welche ich —“
Und der Chourineur ließ traurig das Haupt ſinken.
„Dieſe Reue iſt heilſam, aber eine gute That wird auch ſtets gezählt.“
„Und dann, Herr Rudolph, aus dem, was Sie über die Mordthaten zu dem Schulmeiſter ſagten, konnte ich mir auch mei⸗ nen Theil nehmen.“
Um den Gedankengang des Chourineurs zu unterbrechen, ſagte Rudolph:
„Sie haben den Schulmeiſter nach St. Mandé gebracht?“
„Ja, Herr Rudolph. — Er ließ ſich durch mich ſeine Pa⸗ piere gegen Gold auswechſeln, und ich mußte ihm einen Gürtel kaufen, den ich über ſeinem Leibe feſtgenähet habe. Dahinein thaten wir das Geld und — glückliche Reiſe! Er zahlt bei den Leu⸗ ten täglich dreißig Sous, und für die guten Leute iſt es auch eine Unterſtützung.“
„Sie müſſen mir noch einen Gefallen thun, Freund.“
„Sprechen Sie, Herr Rudolph.“
„Nach einigen Tagen gehen Sie zu ihm mit dieſem Papiere


