Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Der eine iſt frei antwortete der Briefträger. Nachdem Rudolph bezahlt hatte, betrachtete er in Gedanken die beiden Briefe, die er in der Hand hielt; aber bald ſchienen ſie ihm einer näheren Unterſuchung

werth. .

Der Eine, der an Madame Pipelet gerichtet war, duftete nach wohriechendem Waſſer. Das rothe Siegel zeigte die beiden Buchſtaben C. R. auf einem beſternten 5 Schilde, das außerdem das Kreuz der Ehrenlegion trug. Der andere Brief war auf grauem Papier geſchrieben, mit der Oblate verſiegelt und an HerrnCäſar Bra⸗ damanti, Zahnarzt gerichtet. Die Aufſchrift war augenſcheinlich verſtellt und von lauter großen Buchſtaben zuſammengeſetzt. War es Ahnung, Einbildung oder Wahrheit, dieſer Brief ſchien Rudolph von einer tiefen Trauer durchweht zu ſein. Er bemerkte, daß einige Buch⸗ ſtaben der Aufſchrift verwiſcht waren, eine Thräne war darauf gefallen.

Madame Pipelet kehrte zurück und brachte die Flaſche Liqueur mit zwei Gläſern.

Ich bin lange geblieben, nicht wahr? aber wenn man einmal in dem Laden des Vater Joſeph iſt, kommt an ſobald nicht wieder hinaus. Glauben Sie wohl, daß er noch mit einer Frau in meinem Alter ſein Späßchen macht?

Teufel! wenn Alfred das wüßte!

Mein Himmel! Sprechen Sie nicht davon! Mir Hon ganz heiß, bei dem bloßen Gedanken. Alfred ſuchtig, wie ein Mohr und mit Vater Joſeph hes zu ſagen. Man lacht und dann iſt Alles gut. r ſind zwei Briefe angekommen.