Pipelet ſehen will, zu bitten, ſich die gemeinſte! häßlichſte Portiersfrau zurückzurufen, die Monnier je gezeichnet hat. — Der einzige Zug, den wir dieſem Bilde hinzufügen, iſt eine verwegene Haartracht, die aus einer früher blonden Titusperrücke entſtanden und durch die Zeit ſo vielfarbig geworden war, daß ſie, ſo zu ſagen, aus einem Wirrwarr gelber, rother, brauner und anderer Locken beſtand, und den einzigen Schmuck aus⸗ machten, der das ſechzigjährige Haupt der würdigen Madame Pipelet nicht Tag, nicht Nacht verließ.
Beim Anblick Rudolph's ſprach die Portiére in einem ſchnarrenden Tone die gewichtigen Worte: — Woy⸗ hin wollen Sie?
— Wenn ich nicht irre, Madame, ſo iſt in dieſem Hauſe ein Zimmer mit einer Kammer zu vermiethen, — antwortete Rudolph, indem er das Wort Madame betonte, was der Portiére nicht wenig ſchmeichelte. Ste erwiederte höflicher:
— Es iſt zwar im vierten Stock ein Zimmer zu vermiethen, aber Sie können es jetzt ſchen Alfred iſt ausgegangen.
— Ohne Zweifel Ihr Sohn, Madame? Kommt er bald zurück?
— Nein, mein Herr, nicht mein Sohn, ſondern mein Gemahl . . . . Warum ſollte Pipelet nicht Alfred heißen ?
— Er hat das vollkommenſte Recht dazu, Madame doch, wenn Sie erlauben, werde ich ſeine Rückkehr e warten. Es liegt mir vi t daran, dies Zimmer zu
then, denn die Gegend iſt mir bequem und dag gefällt mir, weil es gut gehalten zu werde


