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einſtmals plattirte Leuchter, die ſtatt der Kerzen ein Paar Drangen tragen, welche die Portiersfrau wahr⸗ ſcheinlich am Neujahrstage geſchenkt erhielt. Ferner zwei Käſtchen; das eine von gefärbtem Stroh, das an⸗ dere mit kleinen Muſcheln beſetzt. Dieſe beiden Kunſt⸗ gegenſtände ſind aus dem Bagno hervorgegangen, in dem ſich die Gefangenen ausſchließlich mit der Anfertigung ſolcher Käſtchen beſchäftigen. Wir ſetzen zu Ehren des Portiers voraus, daß dies Geſchenk nicht eine Widmung des Künſtlers ſelbſt iſt. Endlich ſieht man zwiſchen die⸗ ſen Käſtchen und unter einer ehemaligen Uhr⸗Glasglocke ein Paar wunderbar kleine Stiefeln von rothem Maro⸗ quin, die, obgleich wahre Puppenſtiefel, ſorgfältig und ſauber gearbeitet ſind.
Dies Meiſterſtück, verbunden mit einem furcht⸗ baren Geruch von altem Leder und einer unzähligen Menge alten Schuhwerks, das an den Wänden hängt, deutet genugſam an, daß der Portier dieſes Hauſes frü⸗ her neue Schuhe gearbeitet hat, bis er zu einem ſo⸗ genannten Flickſchuſter hinabſank.
Als Rudolph in die Loge eintrat, wurde Herr Pi⸗ pelet, der gerade abweſend war, durch ſeine würdige Ehegattin, Madame Pipelet vertreten. Dieſe huckte ſo
eben vor einem kleinen Ofen von Gußeiſen und horchte 3 aufmerkſam auf das Singen eines Topfes, den ſie am Feuer hatte. — Der franzöſiſche Hogarth *), Heinrich Monnier hat die Pariſer Portierfrau ſo treffend geſchil- dert, daß wir uns begnügen, dem Leſer, der Madam
Pogarth war ein berühmter engliſcher Maler, deſſen Chrakterzeich nungen bis auf unſre Zeit das Beſte ſind, was wir in dieſe Zeſi 6.


