ſchoſſe, in dem ein Branntweinbrenner wohnte, und 4 Stuc werken. Ein dunkler, enger Flur führte auf einen klei nen Hof von 5 Fuß Breite, der von der Luft und dem Sonnenlichte abgeſchloſſen war. Dieſer Raum ſchien der Behälter für die Unreinigkeiten des ganzen Hauſes zu ſein, die aus den oberen Stockwerken herabgeſchüttet wurden.
An dem Fuße einer ſchwarzen, feuchten Treppe ſei⸗ tete ein röthlicher Schimmer in die Loge des Portiers, die durch den Dampf der Lampe, welche ſelbſt bei Tage zur Erleuchtung des dunkelen Flurs brennen mußte, ſchwarz geräuchert war. Wir folgen Rudolph, der ſich das Aeußere eines Handlungsdieners gegeben hatte. — Er trug einen Ueberzieher von unbeſtimmter Farbe, einen verbogenen Hut, ein rothes Halstuch, Regenſchirm und ungeheure Ueberſchuhe. Um ſeine Verkleidung zu vervollſtändigen, trug er eine Rolle Seidenzeug unter dem Arme, die ſorgfältig eingewickelt war.
Er trat in die Portierloge, um dieſen aufzufordern, ihm das leer ſtehende Zimmer zu zeigen. Eine Lampe, die hinter einer mit Waſſer gefüllten Glaskugel hing, welche die Strahlen verdoppeln ſoll, erhellte die Loge; im Pintergrunde bemerkte man ein Bett, das mit einer aus tauſend Flicken verſchiedener Zeuge zuſammengeſetz⸗ ten Decke verſehen iſt; links vom Eingange eine Ko⸗ mode von Nußbaumholz, deren Marmorplatte folgende Gegenſtände als Verzierung trägt:; Einen kleinen hei gen Johannes von Wachs, mit einem weißen Sch und einer flachsblonden Perrücke, von einer glä Glocke umgeben, deren Sprünge geſchickt mit Papierſtreifen verdeckt werden. — Außerden


