Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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barkeit liebten, denn er hatte geſehen, wie ſie ihren Un⸗ willen, oder vielmehr ihren Schmerz zu unterdrücken fuchten, als ſie David durch Peitſchenhiebe zerfleiſchen ſahen. Willis glaubte hierin den Keim zu einem baldi⸗ gen Aufſtande bemerkt zu haben; er glaubte ferner, Da⸗ vid würde ſich an die Spitze ſeiner Brüder ſtellen, um ſich an der Undankbarkeit ſeines Herrn auf eine andere Weiſe zu rächen. Dieſe Furcht war ein neuer Grund für den Pflanzer, David mit Züchtigungen zu überhäu⸗ fen und ihn unfähig zu machen, die Pläne auszuführen, deren Abſicht er ihm zuſchrieb.

Von dem Geſichtspunkte der Furcht aus betrach⸗ tet, erſcheint ſeine Handlungsweiſe weniger dumm, ob⸗ gleich ſie fürchterlich bleibt.

Kurze Zeit darauf kamen wir in Amerika an. Seine Hoheit hatte in St.⸗Thomas eine däniſche Brigg*) gemiethet und wir bereiſten unter falſchen Namen alle Pflanzungen, die an der Küſte lagen. Wir wurden von Willis glänzend aufgenommen. Am Abend nach unſerer Ankunft erzählte uns der Pflanzer, vom Wein berauſcht, prahlend und unter entſetzlichen Späßen, die Geſchichte David's und Cecilh's, denn ich habe vergeſſen zu ſagen, daß man das junge Mädchen ebenfalls einge⸗ kerkert hatte, um ſie für ihre erſte Weigerung zu beſtra⸗ ſen. Bei der ſchrecklichen Erzählung glaubte Se. Hoheit, daß Willis betrunken ſei oder daß er prahle, aber dem war leider nicht ſo. Um uns von der Wahrheit zu öberzeugen, erhob ſich der Pflanzer und befahl einem Selaven, uns mit einer Fackel nach David's Gefängniß

*) Eine Brigg iſt ein Seeſchiff mit zwei Maſten.