— Das nenne ich eine wahre Fügung der Vorſe⸗ hung! Er verdiente dieſe ſchreckliche Lage.
— Die Krankheit machte reißende Fortſchritte; nu David vermochte den Pflanzer zu retten, aber mißtrauiſch, wie alle ſchlechten Menſchen, zweifelte Willis nicht, daß der Schwarze aus Rache die Medizin vergiften würde, denn er hatte ihn nach den Ruthenſchlägen in den Ker⸗ ker werfen laſſen. Endlich wurde ſein Starrſinn durch die Schmerzen gebrochen, er dachte, da er doch einmal
ſterben müſſe, könnte er wenigſtens in dem Fall, daß ſein Sclave großmüthig ſei, leben. Nach langem Zögern
ließ er David entfeſſeln . .
— Und dieſer rettete ihn?
— Rettete ihn, nachdem er fünf Tage und fünf Nächte an ſeinem Bette gewacht und die Krankheit Schritt vor Schritt mit bewunderungswürdiger Geſchick⸗ lichkeit verfolgt hatte. Er wurde ihrer mächtig, zum gro⸗ ßen Erſtaunen des Arztes, der erſt am zweiten Tage ankam.
— Und als er wieder geſund war? . †
— Wollte der Pflanzer nicht vor ſeinem Sclaven errö⸗ then, der ihn jeden Augenblick durch ſeine Großmuth nie⸗ derbeugen konnte und feſſelte den andern Arzt durch unge⸗ heure Opfer an ſeine Pflanzung, während David wieder ₰
in den Kerker gebracht wurde.
— Das iſt furchtbar! Aber es iſt wahr, . Da⸗ vid würde für den Unmenſchen ein ewiger Vorwurf ge⸗
weſen ſein.
— Dies grauſame Verfahren entſtand übrigens allein aus Rache und Eiferſucht, .. Willis wußt ut, daß ſeine Selaven David mit der glühendſt


