wird er es ungern aufgeben, den Marquis, welchen er ſo ſehr liebt, aufzuheitern.
— Ich weiß, daß Seine Hoheit nie vergißt, was ſein Vater dem Vater des Marquis ſchuldete.
— Sie wiſſen, lieber Murph, daß der Vater Sr. Hoheit 1815, bei der Umbildung der europäiſchen Staa⸗ ten durch ſeine bekannte Liebe für Napoleon Gefahr lief, ſeinen Thron zu verlieren und daß ihm der ſelige Mar⸗ quis von Harville bei dieſer Gelegenheit, unterſtützt durch ſein Anſehen beim Kaiſer von Rußland, ungeheure Dienſte leiſtete.
— Ja; und ſehen Sie, Baron, wie die guten Hand⸗ lungen oft Hand in Hand gehen. Als der alte Harville 1792 verbannt wurde, fand er beim Vater unſers Herrn die gaſtfreundlichſte Aufnahme. Nachdem er drei Jahre an unſerm Bofe gelebt, reiſt er nach Rußland, er⸗ wirbt ſich die Achtung des Kaiſers, um ſpäter dem Fürſten nützlich zu werden, der ihn ſo freundlich aufge⸗ nommen hatte.
— Entſpann ſich nicht ſchon im Jahre 1815, als der alte Marquis beim Großherzog war, die Freund⸗ ſchaft Sr. Hoheit mit dem jungen Harville?
— Ja, und Sie erinnern ſich noch immer mit der größten Freude an die fröhliche Jugendzeit. Und ſo ehrt Seine Hoheit das Andenken des Mannes, der ſeinem Va⸗ ter einen Dienſt erwies, ſo ſehr, daß Jeder, der zur Fa⸗ milie des Herrn von Harville gehört, Anſpruch auf ſeine Güte hat. Darum iſt es nicht nur die Tugend und das Unglück der Madame Georges, welche die große Theil⸗ nahme feiner Hoheit hervorriefen, ſondern auch die Ver⸗ wandtſchoft wit dieſer Familie.


