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mich gezwungen, ſo ſeltſame Bekanntſchaften zu machen, daß Sie ſich über dieſe durchaus nicht wundern ſollten. Aber warten Sie mal .. ich entſinne mich jetzt: Als mir Seine Hoheit die Geſchichte Marienblume's erzählte, konnte er ſich nicht enthalten, bei dem ſeltſamen Namen: Lachtaube zu lachen. Ich weiß jetzt, daß es eine Freundin der Lerche geweſen, als dieſe noch im Gefäng⸗ niſſe war. 2
— Nun gut. Dieſe Mamſell Lachtaube kann für uns von großer Wichtigkeit werden. Ich ſchließe meinen Bericht.
— Es iſt vielleicht vortheilhaft, das leer ſtehende Zimmer in dem Hauſe Nro. 17 der Tempelſtraße zu miethen. Ich hatte keinen Befehl, die Nachforſchungen weiter ausdehnen zu laſſen, aber einigen flüchtigen Wor⸗ ten der Frau des Portiers*) nach zu urtheilen, glaube ich hoffen zu dürfen, daß wir in dieſem Hauſe nicht allein Nachrichten über Franz Germain erhalten würden, ſondern auch, daß Seine Hoheit dort Gelegenheit haben würde, Sitten und beſonders Elend kennen zu lernen, von dem er keine Ahnung hat.
Die meiſten Häuſer in Paris haben einen Portier, zu deutſch: Haus⸗ nann der gewiſſermaßen die Stelle des Wirthes vertritt, dadurch, daß er die W Geſchäfte des Hauswirthes beſorgt.
Lohnunen vermiethet, überhaupt die ſo daß die Miether vieſen oft gar nicht kennen. Außerdem hat er die Pflicht, die Aus⸗ und Eingehenden zu beobachten, wozu er ein unmittelbar an der
s Zimmer bewohnt, von dem aus er durch ein kleines Fenſter behachten kann. Der Wirth entbindet den Portier gewöhnlich für ſeſt Dienſtleiſtungen des Miethözinfes, da dieſer faſt immer nebenbei niedriges Handwerk treibt. Anm. des Ueber


