Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Germain war dort ſehr beliebt durch ſein heiteres, offt⸗

nes Weſen. Obgleich es ſchien, daß er ſich bedeutend

einſchränken mußte, ſorgte er auf die rührendſte Art für eine arme Famikie, die in dem Dachzimmer des Hauſes wohnte. Vergebens fragte man in der Tempelſtraße

nach ſeiner neuen Wohnung und nach den Geſchäften,

die er ausübte. Man muthmaßt, daß er von Neuem in ein Handlungshaus eingetreten iſt, denn er ging des Morgens aus und kam des Abends ſpät wieder.

Die einzige Perſon, welche den Aufenthalt des jun⸗ gen Menſchen zu kennen ſcheint, iſt eine Bewohnerin deſſelben Hauſes. Dies junge Mädchen, welches ſehr genau mit Germain bekannt geweſen ſein muß, iſt eine allerliebſte Griſettes) Namens Lachtaube. Sie bewohnt ein kleines Zimmer, das der früheren Wohnung Ger⸗ main's zunächſt liegt. Dieſe Wohnung ſteht leer, ſeit⸗ dem Germain ausgezogen iſt, und iſt gegenwärtig noch zu vermiethen. Dieſe Nachrichten ſind unter dem Vor⸗ wande, das Zimmer miethen zu wollen, eingezogen.

— Lachtaube! — ſagte Murph, der ſeit einigen Augenblicken nachdenkend geworden war; — Lachtaube?!

ich habe den Namen ſchon gehört.

— Was, Herr Walter Murph! — rief der Baron ſchelmiſch — was! Sie . .. ein würdiger, ehrbarer Fa⸗ milienvater, Sie haben Griſettenbekanntſchaften?

Der Name der Mamſell Lachtaube iſt Ihnen nicht un⸗

bekannt? Ohl oh! iſt es möglichl — Zum Teufel! Baron . . der gnädige Herr hat

*) Allgempine Benennung der Näherinnen und Putzmacherinnen in Paris. Anmes Ueberſetzers.

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