Nichts eingenommen habe, ſtatt mich zu ſchlagen dad twe daß ſie mir die Haare an den Schläfen ausreißt, wo es am wehſten thut. — Donnerwetter! das iſt zu viel! — rief der Meſſer⸗ mann, indem er mit der Fauſt auf den Tiſch ſchlägt und » die Augenbrauen zuſammenzieht⸗ — Ein Kind ſchla⸗ gen gut aber es auf dieſe Weiſe martern, das iſt zu viel!
Rudolph hatte aufmerkſam der Erzählung Marien⸗ blume's zugehört; bei vieſer Unterbrechung blickte er den Meſſermann erſtaunt an. Dieſes Aufleuchten menſchlichen Gefühls ſetzte ihn in Erſtaunen.
— Was iſt Dir denn, Meſſermann? — ſagte er.
— Was mir iſt? Wie! Fühlen Sie nicht, was mir iſt? dies Ungeheuer von Eule, das ein Kind zu Tode guält. Sie ſind alſo ſo hart wie Ihre Fäuſte?
— Fahre fort, Marienblume — ſagte Rudolph, ohne dem Meſſermann Etwas auf ſeine Frage zu erwiedern.
— Ich ſagte Ihnen, daß die Eule mich peinigte, um mich zum Weinen zu bringen; aber das ärgerte mich; „ um ſie böſe zu machen, fing ich an zu lachen und ging mit meinem Gerſtenzucker zum Verkauf nach der Brücke. — Die Eule ſtand bei ihrer Bratpfanne, und drohte mir zuweilen mit geballter Fauſt, aber ſtatt zu weinen, ſang ich immer lauter und dabei hatte ich einen Hunger! mein
Gott! .. Seit ſechs Monaten hatte ich Gerſtenzucker verkauft und nie war es mir eingefallen, ein Stück d von zu kpoſten .. Den Abend war es zu End neiner Enthaltſamkeit . . . theils um meinen Hunge Bllen, thoils um die Eule zu ärgern, nehme ich ein St cker und eſſe es.


