L.
— Außerdem — fuhr Rudolph fort — 4 Sous für Taback, macht 10; 4 Syus Frühſtück, iſt 14 15 Sonhs
MWittagsbrodt und 1 oder 2 Sous Branntwein, da kommt
auf den Tag ungefähr 30 Sous. So brauche ich nich die ganze Woche zu arbeiten; die übrige Zeit thue ich Nichts.
— Und Ihre Familie? .. .. — fragte Marienblume.
— Starb an der Cholera — antwortete Rudolph.
— Was waren Ihre Eltern?
— Sie handelten mit Lumpen und ſtanden unter den Säulen der Halle.
— Wie haben Sie Ihre Vorräthe verkauft? — fragte der Meſſermann.
— Ich war damals zu jung; das hat mein Vor⸗ mund beſorgt. Als ich mündig wurde, gab er mir 30 Franken, das war meine Erbſchaft.
— Und wer iſt jetzt Ihr Fabrikherr?
— Er nennt ſich Borell, in der Straße Bourdonnais; dumm, aber grob und geizig, er liebt es mehr, ſich ein Auge ausdrücken zu laſſen, als den Arbeitern ihren vollen Lohn zu geben. Das iſt ſein Signalement. Seit meinem funfzehnten Jahre bin ich bei ihm in der Lehre geweſenz
bei der Militairaushebung zog ich eine gute Nummer,
wohne in der Straße de la Juiverie, im vierten Stock
meine Geſchichte.
— Nun kommſt Du d'ran, Maxienblume — ſagte
der Meſſermann. — Ich hebe meine Geſchichte bis zu⸗ letzt auf.
vorn heraus und heiße Rudolph Durand . Das iſt


