26
für Nichts, aber er hatte große Ehrfurcht vor der Wahrhaftig! — ſagte er zu Rudolph — obgleich
ich meinen Theil von Ihnen bekommen habe, ſo iſt es
mir doch lieb, Ihre Bekanntſchaft gemacht zu haben.
— Weil der Harlekin nach Deinem Geſchmack iſt. ..
— Erſtens, und dann, weil ich mich darauf freue, Sie mit dem Schulmeiſter zuſammen kommen zu ſehen; er hat mich ein Paarmal durchgehauen, es würde mir Freude machen .. . . . wenn er 'mal Prügel bekäme.
— Aha! und Du glaubſt, daß ich zu Deinem Vergnügen wie ein Bulldog auf den Schulmeiſter los⸗ fahren werde?
— Nein! das nicht, aber er wird auf Sie losgehen, ſobald er hört, daß Sie ſtärker ſind als er, — erwie⸗ derte der Meſſermann, indem er ſich ſeelenvergnügt die Hände rieb.
— Ich habe noch Vorrath für ihn — ſagte Rudolph nachläſſig, darauf fuhr er fort — aber wahrlich es iſt heut ein Hundewetter; wie wär's, wenn wir uns ein Glas Branntwein mit Zucker geben ließen, vielleicht be⸗ wegte das die Lerche, uns Etwas zu ſingen ....
— Mir recht — ſagte der Meſſermann⸗
— Und um bekannter zu werden, wollen wir uns ſagen, wer wir eigentlich ſind; — fügte Rudolph hinzu.
— Der Albino, genannt Meſſermann, freigelaſſener Galeerenſclave, Holzflößer am Quai St. Paul; im Winter halb erfroren, im Sommer beinah gebraten, das iſt mein Character — ſagte Rudolp's Gaſt, indem er mit der linken Hand einen militairiſchen Gruß machte. — Aber nun P mein Meiſter, den man heut zum erſten Mal


