Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Daß muß der Meſſermann ſasen er ißt, ich bezahle nur. Nun gut fuhr ſie fort, indem ſit ſich zum

Meſſermann wandte, was willſt Du haben, Altet? Zwei Schoppen Wein, einen Harlekin *) und drei Stücken Brodt, entgegnete der Meſſermann nach einem kurzen Nachſinnen. Ich merke ſchon, daß Du immer noch der alte Gutſchmecker biſt, und daß Deine Vorliebe für die Har⸗ lekins noch nicht verraucht iſt. Und Du Lerche, fragte der Meſſermann, haſt Du keinen Hunger? Nein. Willſt Du vielleicht etwas Anderes eſſen, mein 3 Kind, ſagte Rudolph zu Marienblume. Ach! nein, .. mein Hunger iſt fort.

So ſieh doch wenigſtens meinen Meiſter an, Kind ſagte der Meſſermann mit einem lauten Lachen, indem er einen Seitenblick auf Rudolph warf. Wagſt Du nicht, ihm in's Geſicht zu ſehen.

n erröthete und ſchlug die Augen nieder, ohne ein Wort zu erwiedern.

Nach wenigen Minuten brachte die Wirthin eigen händig für den Tiſch Rudolph's einen Krug Wein, Brodt und einen Harlekin, den zu beſchreiben wir nicht ver⸗ ſuchen wollen, obgleich er vollkommen den Beifall des Meſſermann's zu haben ſchien, denn er rief bald aus:

Herr Gott! was für ein Eſſen! grade wie ein Omnibus, für jeden Geſchmack iſt Etwas drin! hier

*) Ein Harlekin iſt ein Gemiſch von Fiſchen, Fleiſch und allerlei Ueber⸗ reſten Ziſche der Dienerſchaft in großen Hauſern.