Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Pfeife haben, antwortete der junge Mann mit hohler Stimme, ohne ſeine Stellung zu ändern, indem er un⸗ geheure Rauchwolken von ſich blies.

Guten Abend, Mutter Poniſſe, ſagte die Lerche.

Guten Abend, Marienblume, entgegnete die Wirthin, die ſich ihr näherte, um prüfend die Kleider zu betrachten, die die Unglückliche bedeckten und die von ihr geliehen waren. Nachdem ſie dieſelben hinreichend geprüft hatte, ſagte ſie mit einer eignen mürriſchen Zufriedenheit:

Wahrhaftig, Marienblume! es iſt ein Vergnügen, Dir Sachen zu borgen, ... Du biſt reinlich wie eine kleine Katze. Ich würde aber auch einen ſo ſchönen Shawl, Kanaillen wie der Drechslerin und dem Todtenkopf, nicht geborgt haben. Aber ich habe Dich auch erzogen, ſeit Du aus dem Gefängniſſe biſt, und man kann Dir mit Recht nachſagen, daß Du das beſte Mädchen aus der ganzen Cité biſt.

Die Lerche ſenkte den Kopf und ſchien durchaus nicht über die Lobeserhebungen der Wirthin erfreut zu ſein.

Sieh Mutter! ſagte Rudolph, indem er mit dem Finger auf die Kuckucksuhr zeigte, Ihr habt da einen hübſchen geweihten Zweig über dem Uhrgehäuſe?

Nun ja, man kann doch nicht wie die Heiden leben, ſagte das Weib in einem ſeltſam naiven Ton. Dann wandte ſie ſich zu Marienblume und ſagte:

Hör' Lerche, willſt Du uns heut Nichts ſingen?

Nach dem Eſſen, Mutter Poniſſe entgegnete der Meſſermann, der einigen Appetit zu haben ſchien.

Womit kann ich dienen? richtete ſich die Wirthin an Rudolph, den ſie ſich zum Freunde 3 ih ſuchte.