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vergleicht, die Letzteren beneidet und der rechtſchaf⸗ fenen Leute ſpottet. Ach, wenn man indeß die Entzückungen des braven Mannes kennte, in dem Augenblick wo er ganz allein und geſammelt ſeine Seele bis in die letzten Tiefen erforſcht und zu ſich ſagt: Ich habe viel gelitten, ich muß noch viel leiden; aber ich bin dem Guten treu geblieben, ich habe mich der Pflicht geopfert und werde mich bis ans Ende ihr opfern; mein Benehmen iſt rechtſchaf⸗ fen und wacker; es würde, das fühle ich, allge⸗ meine Hochachtung, Verehrung und Bewunderung verdienen. Ha, ſolche Leute ſind in der That die Auserwählten dieſer Welt; ſie werden das Para⸗ dies in ihrer Seele finden.“
„Und auch ich, Wolfrang, empfinde jetzt durch Deine Güte ein wahrhaft himmliſches Glück; Du haſt mich auf immer von den ſo ſchmerzlichen Em⸗ pfindungen befreit, welche der Glaube an das Glück des unbeſtraften Laſters oder Verbrechens oder an das Unglück der verkannten Tugend in mir hervor⸗ rief. Der ſtarke und heilige Glaube, den ich Dir verdanke, wird unſern Gang durch dieſe Welt lieb⸗ licher und beſonders fruchtbarer im Guten ma⸗ chen. Und dieſe Zuverſicht, die mich einer unheil⸗ vollen und unergiebigen Verzagtheit entreißt, wie bin ich entzückt ſie von Dir zu bekommen, mein ed⸗ ler und ſchöner Wolfrang, ſo groß an Intelligenz, ſo groß an Herz! Oh, mein Geliebter, mein Freund, mein Galts, guter Genius — denn Du biſt das Alles für mich — dieſe ſo verſchiedenen Gefühle, die Du mir ein⸗ flößeſt, verſchmelzen in einem einzigen, genannt Liebe.“
mein Herr, mein Retter, mein


