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nine; „aber Sie laſſen mich in dieſem Augenblick meine Kümmerniſſe vergeſſen, Madame..
„Madame! Sie wollen mich alſo nöthigen wieder mein Fräulein zu Ihnen zu ſagen. Darf man ſich unter Künſtlern auch ſo ceremoniös behan⸗ deln, da ich ja, wenigſtens nach Ihrer Behauptung, liebe Antonine, einiges Künſtlertalent beſitze? In dieſem Fall nehme ich meine Rechte auf gute Ka⸗ meradſchaft in Anſpruch.“
„Ach, der tiefe Eindruck, den Ihr Eeſang auf mich machte, wird mir ſtets gegenwärtig bleiben, liebe Sylvia. da Sie mir erlauben Sie ſo zu nennen, und ich geſtehe Ihnen, ich bin ganz ent⸗ zückt darüber, denn das Wort Madame hat etwas Eiskaltes für mich. Ja, ich habe eine ſo lebhafte Sympathie für Sie, und Ihr Beſuch nach dem geſt⸗ rigen Skandal beweist von Ihrer Seite eine ſolche Herzensgüte, aber auch einen ſolchen Scharfblick, daß ich ganz beſchämt bin.“
„In was habe ich denn meinen Scharfblick be⸗ kundet?“
„Wenn Sie nur entfernt an die beſchimpfenden Vorwürfe glaubten, mit denen ich geſtern Abend überhäuft worden bin, ſo würden Sie jetzt nicht hier ſein.“
„Nein, gewiß nicht.“
„Wer hat Sie alſo überzeugen können, daß ich trotz des ungünſtigen Anſcheins ein rechtſchaffenes Mädchen bin?“
„Wer mich davon überzeugt hat? Ach mein Gott, liebe Antonine, Sie ſelbſt, der offene Aus⸗ druck Ihres Geſichtes, worin ich ſogleich die Auf⸗


