Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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del, welcher eingedenk des guten Empfangs von geſtern Abend eine ungeheure Freude an den Tag legt; dann fügt ſie hinzu:

Würden Sie die Gefälligkeit haben, Herr Du⸗ bousquet, Wolfrang zu ſagen, daß ich ihn zu ſpre⸗ chen wünſche? oder noch beſſer, wollen Sie mir erlauben, einen Augenblick bei Ihnen einzutreten und Ihnen auf dieſe Art Ihren liebenswürdigen Beſuch von geſtern Abend heimzugeben?

Alſo in demſelben Augenblick, wo Herrn Du⸗ bousquets Nichte mit grauſamer Naivetät ihm ſo viele qualvollen Beweiſe von der traditionellen Ver⸗ achtung und Abneigung gab, die er ſeiner Familie einflößte und einflößen mußte, bezeugte ihm eine junge Dame, die mit den edelſten Eigenſchaften des Herzens und allen Vortheilen der Schönheit, des Geiſtes und des Reichthums ausgeſtattet war, ihre hohe Achtung.

Der Eindruck, den dieſer Contraſt hervorrief, war für ihn ſo überraſchend und ſo lieblich, daß er ſich ihm mit Wonne hingab und vergaß, daß Sylvia noch immer auf der Thürſchwelle ſtand; Thränen traten ihm in die Augen, er betrachtete die junge Dame mit dem Ausdruck unſäglicher Dankbarkeit und ſagte zu ihr:

Ach Madame, wenn Sie wüßten, welches Glück ich Ihnen in dieſem Augenblick verdanke!

Sie antwortete mit heiterem Lächeln:

Sie wollen mir dlſo durchaus nicht erlauben, einen Augenblick bei Ihnen einzutreten, damit ich das Vergnügen haben kann, Ihnen Ihren Beſuch heimzugeben, während ich Wolfrang abhole?