250 wegung haben und deßhalb möchte er am allerlieb⸗ ſten Schiffzertrümmerer auf der Rhone werden.“
„Welche ſeltſame Idee! Dieſes Handwerk gehört zu den allermühſamſten.“
„Allerdings, mein Herr, aber Juſtin ſagte, er brauche hier keine Lehrzeit und werde bald ſein Leben verdienen, denn er ſei kräftig und arbeite gerne. Mama antwortete ihm, ſie wolle Niemand verachten und gebe gerne zu, daß es überall rechtſchaffene Leute gebe, aber unter den Schiffzertrümmerern finde man zuweilen hergelaufenes Geſindel, Land⸗ ſtreicher, Wilddiebe und dergleichen.“
„Juſt dieſer Gedanke iſt mir auch gekommen, mein Kind, und obſchon ich mit Ihrer Mutter da⸗ rin übereinſtimme, daß es überall rechtſchaffene Leute gibt, ſo ſteht doch bei Juſtins ſchwachem Charakter ſehr zu befürchten, daß er bei dieſem Handwerk gefährliche Bekanntſchaften machen könnte.“
„Das antwortete die Mutter auch; dann fügte ſie noch hinzu, daß er ſchon ſeit länger als vier Jahren in der Bijouterie arbeite und daß es daher ein Unſinn wäre, ein vortheilhaftes Gewerbe aufzu⸗ geben, bei welchem er bald ſein Auskommen ver⸗ dienen könne, wenn er nur fleißig und ſolid ſein wolle; ſie werde daher einen Verſuch machen ihn bei einem andern Herrn unterzubringen.“
„Ihre Mutter hatte vollkommen Recht. Und Juſtin hat auf ihren Rath gehört?“
„Nein, mein Herr. . er hat ſie ſo flehentlich gebeten, daß ſie endlich nachgab und ihm ſeinen Willen ließ.“
„Das iſt ſchlimm, ſehr ſchlimm.“


