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keit zu beleidigen fürchtet, ſo fügt er ſchüchtern und mit gedehnter Stimme hinzu:
„Erlauben Sie nur, daß ich Sie mein Kind nenne. Wollen Sie?“
„Mein Herr „
„Gut. gut . .. wenn es Ihnen zuwider iſt, ſo beſtehe ich nicht mehr darauf.“
„Nein, mein Herr. es iſt mir nicht zuwider.“
Gegenüber ſolcher Milde und Ergebung fühlte ſich das Mädchen trotz ihres Abſcheus vor dem ver⸗ urtheilten Verbrecher gerührt und entwaffnet. Sie lonnte ſich von ihrer Ueberraſchung nicht erholen, als ſie ihren Onkel ſo gänzlich verſchieden von dem abſtoßenden Portrait fand, das ſie ſich ſeit ihrer Kindheit vorgeſtellt hatte. Inzwiſchen ſind die erſten Eindrücke, die wir im zarten Alter empfangen, ſo zäh und eingefleiſcht in uns, daß Toinette ihre Ent⸗ fremdung nicht gänzlich überwinden konnte.
„Nein, ich mache Ihnen keinen Vorwurf, mein Kind,“ hatte Herr Dubousquet geſagt. „Es iſt be⸗ greiflich, daß Juſtin von mir in den Ausdrücken geſprochen hat, die Sie mir erzählen .. . ich zweifle nicht daran, daß er ſeinen guten Entſchließungen getreu bleiben wird, denn ſein Vater ſchrieb mir ein⸗ mal, ſein Sohn habe ein vortreffliches Herz. Das gute Herz habe er behalten, ſagen Sie, man braucht daher nicht an ihm zu verzweifeln. Hat er ſeine
Lehre bei einem andern Meiſter fortgeſetzt?“
„Nein mein Herr. Er ſagte zur Mutter, er habe keine Freude an der Bijouterie, denn da müſſe
er immer in einer Werkſtatt eingeſchloſſen bleiben und dürfe ſich nicht rühren; er müſſe Luft und Be⸗


