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Uhr, als ich Ottavio zu hören glaubte, der in er⸗ ſticktem, ſchmerzlichem Ton nach mir rieß
„Vollende! vollende! warum unterbrichſt Du Dich?“
„Weil Sie mir vielleicht nicht glauben werden.“
Und Felippe fügt mit Bitterkeit hinzu:
„Ich habe jetzt ein ſo ſchlechtes Herz!“
„Warum dieſen Vorwurf, während ich Dir doch ſo eben noch geſagt habe, daß man Deinem Herzen nicht Schuld geben dürfe?“
„Dieſen Vorwurf mache ich mir ſelbſt und er iſt wohlverdient. Ich bin boshaft geworden, aber ich bin mir wenigſtens meiner Bosheit bewußt, ſeit ich in der letzten Nacht gehört habe, wie Ottavio mit beklommener Stimme nach mir rief. Ich glaubte Anfangs mich getäuſcht zu haben; aber bald ſprach mein Bruder meinen Namen mit einem ſchmerzlichen Tone aus, wie wenn er mich um Hilfe anriefe; ich ſtand ſogleich auf und ging in Ottavio's Zimmer, das von ſeiner Nachtlampe beleuchtet war: er ſchlief.“
„Aber dieſer wiederholte Ruf? von wem war er ausgegangen?“
„Mein Bruder träumte: ſein Schlaf wurde ver⸗ muthlich durch einen peinlichen Traum geſtört. Ich wollte mich beruhigt über meine erſte Befürchtung entfernen, als Ottavio von Neuem meinen Namen ausſprach und . . .“
„Warum unterbrichſt Du Dich ſchon wieder?“
„Sie werden mich verfluchen.“
„Du marterſt mich. Vollende doch.“
„Wird dieſes Geheimniß zwiſchen Ihnen und mir bleiben, mein Vater?“


