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Endlich nach einem Augenblick ſtillen Bedenkens beginnt Felippe mit ernſter, beinahe feierlicher Stimme wie folgt:
„Mein Vater, ſchwören Sie mir, daß Sie nie⸗ mals und unter keinen Umſtänden weder Ottavio, noch meiner Mutter, noch irgend einem andern Menſchen mittheilen werden, was ich Ihnen jetzt ſagen will?“
„Ich ſchwöre es.“
„Auf Ehre?“
„Auf Ehre!“
Felippe ſammelt ſich einen Augenblick und fährt dann fort:
„Ohne Zweifel hat Bartolomeo Ihnen geſagt, daß geſtern Abend .. .
„Als Du ihn durch Dein Zimmer gehen ſaheſt, um Deinem Bruder das Glas Limonade zu brin⸗ gen, das er jeden Abend trinkt, da riefeſt Du, es ſei Dir unerträglich auf dieſe Art geſtört zu wer⸗ den. Dieſer nichtsſagende Grund hat Deine Er⸗ bitterung verurſacht.“
„Es iſt wahr und Ottavio hat ſich, ich geſtöhe es, eben ſo geduldig und liebreich gegen mich ge⸗ zeigt, als ich ungerecht und aufbrauſend war.“
„Weil er weiß, liebes Kind, daß man weniger Deinem Herzen, als Deinem Charakter Schuld ge⸗ ben muß, der häufig durch Leiden verbittert iſt. Aber bitte, fahr fort.“
„Ich ging zu Bette; ich hatte in meinem Zorn vergeſſen die Verbindungsthüre zwiſchen Ottavio's und meinem Zimmer zu ſchließen; ich war ſehr auf⸗ geregt und konnte nicht einſchlafen; es ſchlug drei


