Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Ich bitte Sie um Alles, vergeſſen Sie dieſe Aeußerung; fragen Sie mich nicht aus; wenn ich Ihnen antworten müßte, ich würde vor Schaam ſterben. Nein! nein! überlaſſen Sie mich meinem unglückſeligen Schickſal; ich bin verflucht, mein Cha⸗ rakter iſt eben ſo abſtoßend geworden wie meine Perſon. Ich verdiene den Abſcheu, den ich einflöße; ich bin ein Gegenſtand allgemeinen Widerwillens; um ſo beſſer, ſo wird man mich allein laſſen.

Sieh, jetzt ſind Deine Züge wieder düſter und unheimlich geworden, grauſames Kind!

Wenn ich grauſam bin, ſo kommt es daher, daß ich leide.

Was iſt die Urſache Deiner Leiden?

Der Gedanke an das Unglück, das ich bereits verurſache und das meine Gegenwart hier noch fer⸗ ner verurſachen kann.

Mein Gott! Du quälſt mich abſichtlich, indem Du mir in lauter Räthſeln antworteſt.

Ich würde Ihnen Abſcheu einflößen, wenn ich mich deutlich erklärte, mein Vater; und gleichwohl

aber nein nein ich werde es nie wa⸗ gen! nie!

Dieſes Geheimniß, das Du mir ſo hartnäckig vorenthältſt, laſtet ſchwer auf Dir, wie ich ſehe.

Oh ja, es quält mich, es tödtet mich.

So ergieße Dich doch. Wer könnte Dein Ver⸗ trauter ſein, wenn ich es nicht wäre, mein Kind?

Felippe bleibt einen Augenblick ſtill und ſcheint einen ſchweren innern Kampf zu kämpfen; der Her⸗ zog beſpäht mit tiefer Angſt die Phyſiognomie ſei⸗ nes Sohnes.

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