Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

0

15

Daß ich die Abſicht habe ſo bald als möglich abzureiſen.

Abzureiſen?

Das iſt ein unwiderruflicher Beſchluß.

Und ohne meine Erlaubniß?

Ich komme Sie darum zu bitten, mein Vater.

Und wenn ich ſie Ihnen verweigere?

So werde ich den Schmerz haben mich ihrer zu überheben.

Vergeſſen Sie, daß die väterliche Gewalt ihre Rechte hat? Ich werde es Ihnen beweiſen, wenn Sie mich dazu zwingen.

Sie machen, daß ich meinen ehrerbietigen Schritt bereue; ich hätte mich entfernen ſollen, ohne es Ihnen zu ſagen.

Mein Gott! murmelt der Herzog, indem er mit beiden Händen an ſeine Stirne fährt,mein Gott, welche Verſtocktheit, welche Undantbarkeit! Ein Kind, das ich ſo innig liebe!

Ueberdieß, mein Vater, wenn Sie mich mit Gewalt hier zurückhalten wollen

Unglückſeliger! Sie mit Gewalt zurückhalten! unterbricht ihn der Herzog im Tone der Entrüſtung. Nein, nein, und da Sie entartet genug ſind, i

Aber auf einmal ändert er ſeinen Ton und fährt mit liebevollem Mitleid fort:

Nein, ich werde Dich nicht mit Gewalt bei uns zurückhalten, armer theurer Thor! Ich werde Dich

dadurch zurückhalten, daß ich meine Nachſicht und

Zärtlichkeit verdopple; Du haſt meinen Befehlen widerſtanden, Du wirſt meinen Bitten Gehör ſchen⸗