Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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daß er ſeine Unart von geſtern Abend bereuen wird. Wir werden dieſes Geſpräch wieder aufnehmen. Mach auf und beſorge dann die Depeſche.

Der Haushofmeiſter öffnet; Graf Felippe tritt herein und bleibt allein bei ſeinem Vater.

II.

Der Herzog della Sorga erſchrack Anfangs über die Phyſiognomie ſeines Sohnes, die ihm nie unheimli⸗ cher geſchienen hatte, und da er ſich jetzt an Bartolo⸗ meo's Erzählung in Betreff des peinlichen Streites erinnerte, der am vorhergehenden Abend zwiſchen beiden Brüdern vorgefallen war, ſagte er traurig zu Felippe:

Geſtern früh habe ich Ihnen mein tiefes Be⸗ dauern über Ihre Zwiſtigkeit mit Ihrem Bruder ausgeſprochen; ſo eben höre ich, daß Sie ſich geſtern Abend wieder aus dem allernichtigſten Grund, um eines Glaſes Limonade willen, das Bartolomeo durch Ihr Zimmer trug, um es Ottavio zu bringen, beklagenswerthen Aufwallungen hingegeben haben. Ach Felippe! Felippe! Sie machen mich ſehr un⸗ glücklich.

Ich wünſche Ihren Kümmerniſſen ein Ende zu machen, mein Vater.

Sollte es wahr ſein? ruft der Herzog mit freudiger Hoffnung.

Ja, mein Vater, und in dieſer Abſicht komme ich, um von Ihnen Abſchied zu nehmen.

Was wollen Sie damit ſagen, Felippe?