Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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ich kann Dir im Ganzen keinen Vorwurf daraus machen, daß Du mich lieb gewonnen haſt, wohl aber daraus, daß Du mir eine Bewunderung wid⸗ meſt, die durch Nichts gerechtfertigt iſt. Ich habe gegen meinen König meine Pflicht als treuer und ehrlicher Unterthan erfüllt, Das iſt Alles. Aber um auf Felippe und auf die Urſache der Verände⸗ rung zurückzukommen, der wir nachſpüren, ſo glaub⸗ teſt Du, wie Du ſagſt, Dich zu erinnern, daß ſie ſich in die Zeit zurückdatire, wo mein Bruder Pom⸗ peo von ſeinen Reiſen zurückkam und ſich in Sici⸗ lien niederließ.

Ja, gnädigſter Herr.

Und was veranlaßt Dich zu dieſer Anſicht?

Sie erinnern ſich, gnädigſter Herr, daß Sie damals ziemlich armſelig von Ihrem Antheil als jüngerer Sohn lebten. Wir bewohnten in Palermo ein trauriges Haus. Ihr Bruder Pompeo hatte das antike Schloß della Sorga, die Wiege Ihrer Familie, wiederherſtellen und prächtig möbliren laſ⸗ ſen. Sie gingen mit Ihrer Frau Gemahlin und Ihren Kindern zum Einweihungsfeſt, das Ihr Bru⸗ der veranſtaltete, und blieben einen Monat in die⸗ ſer beinahe königlichen Reſidenz. Nun erinnere ich mich jetzt, daß Felippe bei ſeiner Rückkehr ...

Der Haushofmeiſter unterbricht ſich, als er an die Thüre des Kabinets klopfen hört.

Der Herzog della Sorga ruft:

Wer iſt da? Ich, mein Vater, antwortet Felippe, worauf der Herzog zu Bartolomeo ſagt:

Mein Sohn kommt ganz gelegen; ich hoffe,